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Beckenbodentraining ohne Mühe
Der Beckenboden – die meisten Menschen wissen, dass sie einen haben, aber nur wenige können ihn gezielt anspannen oder überhaupt richtig wahrnehmen. Dabei ist diese Muskelgruppe enorm wichtig für unsere Gesundheit und Lebensqualität. Ein starker Beckenboden beugt Blasenschwäche und Inkontinenz vor, unterstützt die inneren Organe und trägt zu einer guten Körperhaltung bei. Doch klassisches Beckenbodentraining hat einen Haken: Es erfordert Disziplin, Geduld und die Fähigkeit, die richtigen Muskeln überhaupt zu spüren und anzusteuern. Viele Menschen scheitern genau daran – sie wissen nicht, ob sie die Übungen richtig machen, verlieren die Motivation oder finden im Alltag einfach keine Zeit. Die gute Nachricht ist: Mittlerweile gibt es moderne Methoden, die effektives Beckenbodentraining auch ohne mühsame Eigenübungen ermöglichen.
Warum ist der Beckenboden so wichtig?
Der Beckenboden ist eine Muskelplatte, die den unteren Abschluss des Bauchraums bildet. Er erstreckt sich vom Schambein vorn bis zum Steißbein hinten und umschließt die Ausgänge von Blase und Darm. Diese Muskulatur trägt die inneren Organe, verschließt Blase und Darm und stabilisiert gemeinsam mit der Bauch- und Rückenmuskulatur den gesamten Rumpf.
Ein schwacher Beckenboden kann zu verschiedenen Problemen führen. Am bekanntesten ist die Harninkontinenz – wenn beim Husten, Niesen oder Lachen unwillkürlich Urin abgeht. Auch Stuhlinkontinenz kann durch eine Beckenbodenschwäche entstehen. Bei Frauen kann es zu Organsenkungen kommen. Rückenschmerzen und Haltungsprobleme können ebenfalls damit zusammenhängen.
Besonders gefährdet sind Frauen nach Schwangerschaften und Geburten, Menschen mit Übergewicht, chronischem Husten sowie generell alle im fortgeschrittenen Alter.
Die Herausforderungen beim klassischen Training
Theoretisch ist Beckenbodentraining ganz einfach: Man spannt die Muskulatur an, hält die Spannung einige Sekunden und entspannt wieder. In der Praxis sieht es aber oft anders aus.
Das größte Problem ist die fehlende Wahrnehmung. Viele Menschen können ihren Beckenboden nicht bewusst ansteuern und spannen stattdessen die Gesäßmuskeln, die Oberschenkel oder den Bauch an. Ohne professionelle Anleitung ist es schwer zu erkennen, ob man die Übungen korrekt ausführt.
Selbst wenn die richtige Technik bekannt ist, hapert es oft an der Konsequenz. Beckenbodentraining muss regelmäßig durchgeführt werden, idealerweise mehrmals täglich über viele Wochen. Im hektischen Alltag wird das schnell vergessen oder als lästig empfunden. Die Motivation schwindet, zumal erste Erfolge oft erst nach Wochen spürbar werden.
Manche Menschen haben körperliche Einschränkungen, die klassisches Training erschweren. Nach Operationen, bei starken Schmerzen oder bei neurologischen Erkrankungen kann es schwierig oder unmöglich sein, die Muskulatur gezielt anzuspannen.
Der Emsella Stuhl – Training im Sitzen
Eine der innovativsten Entwicklungen ist der Emsella Stuhl. Dieses medizinische Gerät nutzt hochintensive, fokussierte elektromagnetische Technologie, um die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. Das Besondere: Man sitzt vollständig bekleidet auf dem Stuhl und muss nichts weiter tun.
Die elektromagnetischen Wellen durchdringen Haut und Gewebe und lösen in der Tiefe supramaximale Muskelkontraktionen aus. Während einer 28-minütigen Sitzung werden etwa 11.000 Kontraktionen ausgelöst – mehr, als man durch eigene Anstrengung jemals erreichen könnte.
Für die Behandelten ist die Sitzung angenehm und entspannend. Man spürt ein rhythmisches Anspannen der Muskulatur, aber ohne jede Anstrengung. Während der Behandlung kann man lesen, Musik hören oder einfach die Augen schließen. Nach der Sitzung ist man sofort wieder einsatzfähig.
Ablauf und Erfolgsaussichten
In München bietet beispielsweise die Praxis Dr. Dorigoni diese Therapieform an. Ein typischer Behandlungszyklus umfasst sechs Sitzungen, über drei Wochen verteilt. Viele Patienten berichten bereits nach den ersten Sitzungen von spürbaren Verbesserungen bei Blasenschwäche oder anderen Beckenbodenproblemen.
Die Studienlage zeigt vielversprechende Ergebnisse: Etwa 75 Prozent der behandelten Patienten erleben eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome. Der Emsella Stuhl eignet sich besonders für Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihren Beckenboden bewusst wahrzunehmen, oder die klassisches Training nicht durchführen können.
Kontraindikationen
Nicht für jeden ist diese Methode geeignet. Der Emsella Stuhl darf nicht angewendet werden bei Schwangerschaft, Herzschrittmachern, Metallimplantaten im Beckenbereich oder akuten Entzündungen. Eine gründliche ärztliche Untersuchung klärt ab, ob die Therapie im individuellen Fall geeignet ist.
Weitere moderne Trainingsmethoden
Neben dem Emsella Stuhl gibt es weitere Ansätze, die das Beckenbodentraining erleichtern oder unterstützen.
Elektrostimulation für zu Hause
Elektrostimulationsgeräte für den Heimgebrauch nutzen eine kleine Sonde, die vaginal oder rektal eingeführt wird und elektrische Impulse an die Beckenbodenmuskulatur abgibt. Diese Impulse bringen die Muskeln zum Zusammenziehen, ohne dass man selbst aktiv werden muss. Die Methode ist weniger intensiv als der Emsella Stuhl, kann aber eine gute Ergänzung sein.
Biofeedback-unterstütztes Training
Biofeedback-Geräte helfen dabei, den Beckenboden besser wahrzunehmen. Eine Sonde misst die Muskelaktivität und meldet sie optisch oder akustisch zurück. Man sieht oder hört also direkt, ob man die richtigen Muskeln anspannt. Diese Methode erleichtert das eigenständige Training erheblich, allerdings muss man weiterhin selbst aktiv trainieren.
Für wen eignen sich die modernen Methoden?
Die modernen Trainingsmethoden sind besonders geeignet für:
- Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihren Beckenboden bewusst anzusteuern
- Personen mit wenig Zeit oder mangelnder Motivation für regelmäßiges Eigentraining
- Patienten nach Operationen oder mit körperlichen Einschränkungen
- Menschen mit bereits bestehender Harninkontinenz oder Blasenschwäche
- Personen, die präventiv ihren Beckenboden stärken möchten
Wichtig ist zu verstehen, dass diese Methoden das klassische Training nicht unbedingt ersetzen, sondern oft sinnvoll ergänzen. Der Emsella Stuhl stärkt die Muskulatur intensiv, aber zusätzliches bewusstes Training hilft dabei, die Kontrolle im Alltag zu verbessern. Viele Menschen berichten, dass sie nach einer Behandlungsserie ihren Beckenboden erstmals richtig wahrnehmen können und das klassische Training danach viel leichter fällt.
Kombination verschiedener Ansätze für optimale Ergebnisse
Die besten Ergebnisse erzielt man häufig mit einer Kombination verschiedener Ansätze. Eine Behandlungsserie mit dem Emsella Stuhl kann den Grundstein legen und die Muskulatur aufbauen. Parallel oder anschließend können gezielte Übungen unter physiotherapeutischer Anleitung die Kontrolle und Koordination verbessern. Zusätzlich helfen Alltagstipps wie richtiges Heben, Vermeidung von chronischer Verstopfung und gegebenenfalls Gewichtsreduktion.
Spezialisierte Praxen wie die Praxis Dr. Dorigoni in München erstellen individuelle Behandlungskonzepte, die verschiedene Therapieformen sinnvoll miteinander verbinden. Der Vorteil eines solchen ganzheitlichen Ansatzes ist, dass er auf die persönliche Situation und die individuellen Möglichkeiten abgestimmt wird. Beckenbodentraining muss heute nicht mehr mühsam und frustrierend sein – moderne Methoden ermöglichen, die Muskulatur intensiv und effektiv zu trainieren, ohne selbst anstrengende Übungen durchführen zu müssen.



