Haemo-Laser® bei Diabetes

Diabetes mellitus betrifft nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern wirkt sich langfristig auch auf die Durchblutung und den gesamten Zellstoffwechsel aus. Viele Betroffene suchen deshalb nach ergänzenden Therapieansätzen, die die schulmedizinische Behandlung sinnvoll unterstützen können. Der Haemo-Laser® ist ein solches Verfahren, das speziell bei diabetesbedingten Durchblutungsstörungen zum Einsatz kommen kann.

Warum Diabetes die Durchblutung beeinträchtigt

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt über die Zeit die Innenwände der Blutgefäße, sowohl der kleinen Kapillaren als auch größerer Arterien. Diese Veränderungen werden in der Medizin als diabetische Angiopathie bezeichnet und betreffen praktisch den gesamten Körper. Besonders betroffen sind häufig die Füße und Beine, wo eine eingeschränkte Durchblutung zu den bekannten diabetischen Fußproblemen führen kann, aber auch die Augen, die Nieren und das Herz-Kreislauf-System können durch die Gefäßveränderungen beeinträchtigt werden.

Neben den Gefäßwänden selbst verändert sich bei Diabetes auch die Fließeigenschaft des Blutes. Die roten Blutkörperchen verlieren an Verformbarkeit, wodurch sie sich schlechter durch die feinen Kapillaren bewegen können. Gleichzeitig steigt die Neigung von Blutzellen zur Verklumpung, was die Durchblutung zusätzlich erschwert. Diese Veränderungen erklären, warum viele Diabetiker im Laufe der Erkrankung unter kalten Füßen, langsamer Wundheilung oder einem allgemeinen Gefühl der Erschöpfung leiden.

Typische Folgen einer eingeschränkten Durchblutung

Eine dauerhaft verschlechterte Durchblutung durch Diabetes kann sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen:

  • Schlecht heilende Wunden, insbesondere an den Füßen, die auch als diabetisches Fußsyndrom bekannt sind
  • Kältegefühl oder Kribbeln in Händen und Füßen durch verminderte Durchblutung der kleinen Gefäße
  • Erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie periphere arterielle Verschlusskrankheit oder Nervenschäden
  • Allgemeine Erschöpfung durch eine geringere Sauerstoffversorgung des Gewebes

Diese Beschwerden zeigen, wie eng Diabetes und Durchblutung zusammenhängen und warum eine gute Blutzuckereinstellung allein oft nicht ausreicht, um sämtliche Folgeprobleme zu vermeiden.

Der Haemo-Laser® als ergänzender Ansatz

Der Haemo-Laser® ist ein Verfahren zur intravenösen Laserblutbestrahlung, bei dem Laserlicht über einen sterilen Lichtleiter direkt in eine Vene, meist am Unterarm, eingebracht wird. Anders als äußerlich angewendete Lasertherapien wirkt der Haemo-Laser® unmittelbar im Blutkreislauf und entfaltet dort seine Wirkung auf zellulärer Ebene. Diese Behandlungsform basiert auf dem Prinzip der Low-Level-Lasertherapie, bei der niederenergetisches Laserlicht Zellen stimuliert, ohne dabei Wärme oder Gewebeschäden zu verursachen.

Auf zellulärer Ebene verbessert sich durch die Behandlung die Verformbarkeit der roten Blutkörperchen, während die Neigung zur Verklumpung von Erythrozyten und Thrombozyten abnimmt. Gleichzeitig sinkt die Blutviskosität, also die Zähflüssigkeit des Blutes. In der Summe führt dies zu einer verbesserten Durchblutung und einer gesteigerten Sauerstoffversorgung des Gewebes – Effekte, die sich auch anhand von Laborwerten nachvollziehen lassen.

Wie die Behandlung bei Diabetikern abläuft

Vor Beginn der Therapie steht immer ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die individuelle gesundheitliche Situation besprochen wird. Als Facharzt für Allgemeinmedizin in München wird dabei geklärt, wie weit fortgeschritten die diabetesbedingten Durchblutungsstörungen bereits sind und ob der Haemo-Laser® als ergänzende Maßnahme sinnvoll erscheint. Wichtig ist dabei, dass die Behandlung eine bestehende Diabetestherapie niemals ersetzt, sondern ausschließlich unterstützend eingesetzt wird.

Die eigentliche Behandlung erfolgt entspannt im Liegen und dauert je nach individuellem Behandlungsplan einige Minuten. Eine vollständige Behandlungsserie umfasst in der Regel sieben bis zehn Sitzungen, deren genaue Anzahl und Intervall individuell festgelegt werden. Die Leistung des Lasergeräts ist dabei so optimiert, dass keine Wärmeentwicklung im Blutgefäß entsteht, was die Behandlung angenehm und gut verträglich macht.

Mögliche Effekte bei diabetesbedingten Beschwerden

Bei Diabetikern kann der Haemo-Laser® gezielt bei Durchblutungsstörungen eingesetzt werden, etwa bei einer beginnenden peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder bei chronischen, schlecht heilenden Wunden. Gerade bei therapieresistenten Wunden hat sich in klinischen Untersuchungen gezeigt, dass die Kombination aus Haemo-Laser® und lokaler Flächenlasertherapie die Heilungschancen deutlich verbessern kann. In einer Studie mit Patienten, die unter therapieresistenten diabetischen Wunden litten, konnte durch diese Kombinationstherapie in einem Großteil der Fälle eine vollständige Abheilung erreicht werden.

Neben der direkten Wirkung auf die Durchblutung wird dem Verfahren auch ein positiver Einfluss auf den Zellstoffwechsel zugeschrieben, einschließlich einer möglichen Senkung von Cholesterin- und Triglyceridwerten sowie des Blutzuckerspiegels. Diese Effekte sind jedoch stets als ergänzende Unterstützung zu verstehen und ersetzen keinesfalls die notwendige medikamentöse Diabetesbehandlung oder regelmäßige ärztliche Kontrollen.

Für wen sich die Behandlung eignet

Der Haemo-Laser® kommt vor allem bei Diabetikern in Betracht, die bereits erste Anzeichen einer Durchblutungsstörung zeigen oder deren Wundheilung sich als verlangsamt herausstellt. Auch bei begleitenden Beschwerden wie kalten Extremitäten oder allgemeiner Erschöpfung kann die Therapie als sinnvolle Ergänzung besprochen werden. Wichtig ist dabei immer eine sorgfältige individuelle Abklärung, da nicht jede diabetesbedingte Beschwerde gleich gut auf diese Therapieform anspricht.

Ein ergänzender Baustein in der Diabetesbetreuung

Der Haemo-Laser® stellt keine Alternative zur klassischen Diabetestherapie dar, kann aber als sinnvolle Ergänzung bei durchblutungsbedingten Beschwerden zum Einsatz kommen. Wer sich für dieses Verfahren interessiert, sollte die individuelle Eignung in einem ausführlichen Beratungsgespräch klären lassen. Ein erfahrener Hausarzt in München mit Erfahrung in der Lasertherapie kann dabei einschätzen, ob und in welchem Umfang die Behandlung im persönlichen Fall sinnvoll erscheint, und begleitet die gesamte Behandlungsserie fachkundig und individuell abgestimmt.