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Flächenlaser bei Wundheilung
Schlecht heilende Wunden gehören zu den hartnäckigsten Problemen, mit denen sich Patientinnen und Patienten häufig über Wochen oder Monate herumschlagen müssen. Die Flächenlasertherapie mit dem HILARIS® FL bietet hier einen modernen, gut verträglichen Behandlungsansatz, der gezielt an der betroffenen Stelle wirkt und die natürlichen Heilungsprozesse der Haut unterstützt.
Warum manche Wunden schlecht heilen
Normalerweise durchläuft eine Wunde mehrere aufeinanderfolgende Heilungsphasen: Zunächst wird die Blutung gestoppt, anschließend wandern Immunzellen in das Gewebe ein, um Krankheitserreger zu bekämpfen und abgestorbenes Gewebe abzubauen. Danach beginnt der eigentliche Wiederaufbau des Gewebes, bevor die Wunde in einer letzten Phase vollständig verschlossen und stabilisiert wird. Bei chronischen Wunden gerät dieser Ablauf ins Stocken, meist bleibt der Heilungsprozess in einer der frühen Phasen stecken.
Zu den häufigsten Ursachen für schlecht heilende Wunden zählen Durchblutungsstörungen, wie sie etwa bei Diabetes oder venösen Erkrankungen auftreten, aber auch ein geschwächtes Immunsystem, chronische Entzündungen oder ein fortgeschrittenes Lebensalter. Auch Wunden, die durch ständigen Druck entstehen, wie es bei einem Dekubitus der Fall ist, oder postoperative Wunden mit Wundheilungsstörungen zählen zu den typischen Anwendungsfällen, bei denen eine ergänzende Behandlung sinnvoll sein kann.
Wie der HILARIS® FL wirkt
Der HILARIS® FL basiert auf dem Prinzip der Low-Level-Lasertherapie, bei der niederenergetisches Laserlicht direkt auf die betroffene Hautstelle gerichtet wird. Anders als bei chirurgischen Lasern, die Gewebe abtragen, wirkt dieses Verfahren rein biostimulierend, ohne Wärme oder Gewebeschäden zu verursachen. Je nach eingesetzter Wellenlänge entfaltet das Laserlicht dabei unterschiedliche Effekte im Gewebe.
Rotes Laserlicht bei etwa 660 Nanometern steigert die ATP-Synthese in den Mitochondrien der Zellen, also die Energieproduktion, und beschleunigt dadurch die Teilungsrate von Fibroblasten und Epithelzellen, die für den Wiederaufbau der Haut verantwortlich sind. Gleichzeitig wird die Aktivität der Makrophagen gefördert, jener Immunzellen, die abgestorbenes Gewebe abbauen und den Weg für neues Gewebe freimachen. Blaues Laserlicht bei rund 405 Nanometern ergänzt diese Wirkung durch einen zusätzlichen antibakteriellen und entzündungshemmenden Effekt, was besonders bei infizierten Wunden von Bedeutung ist.
Die wichtigsten Effekte im Überblick
Die Flächenlasertherapie kann bei chronischen und schlecht heilenden Wunden mehrere positive Effekte gleichzeitig bewirken:
- Beschleunigung der Zellteilung und damit des Gewebeaufbaus
- Verbesserte Durchblutung des behandelten Areals
- Entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung durch spezifische Botenstoffe
- Antibakterielle Wirkung bei Einsatz des blauen Laserlichts, wodurch das Infektionsrisiko sinken kann
Diese Kombination aus verschiedenen Effekten macht den HILARIS® FL zu einem vielseitigen Werkzeug, das je nach Beschwerdebild individuell angepasst werden kann.
Anwendungsbereiche in der hausärztlichen Praxis
Die Flächenlasertherapie kommt bei einer ganzen Reihe unterschiedlicher Wundtypen zum Einsatz. Besonders häufig wird sie bei einem Ulcus cruris angewendet, also einem offenen Beingeschwür, das oft durch venöse Durchblutungsstörungen verursacht wird. Auch bei einem Dekubitus, der durch anhaltenden Druck auf bestimmte Körperstellen entsteht, sowie bei postoperativen Wunden mit verzögerter Heilung wird das Verfahren eingesetzt.
Als Facharzt für Allgemeinmedizin in München wird die Behandlung häufig auch bei chronischen und bakteriell infizierten Wunden sowie bei Keloiden, also überschießenden Narbenbildungen, in Erwägung gezogen. Die genaue Indikation wird dabei immer individuell geprüft, da der Behandlungserfolg stark von der zugrunde liegenden Ursache und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten abhängt.
Kombination mit dem Haemo-Laser®
Ein besonderer Vorteil in der Praxis liegt in der Möglichkeit, den HILARIS® FL gezielt mit dem Haemo-Laser® zu kombinieren, der intravenös im Blutkreislauf wirkt. Während die Flächenlasertherapie lokal an der Wunde selbst ansetzt, verbessert der Haemo-Laser® die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers, was sich wiederum positiv auf die Heilungsfähigkeit des Gewebes auswirkt. Gerade bei chronischen, therapieresistenten Wunden hat sich diese Kombination in klinischen Untersuchungen als besonders wirksam erwiesen. In einer Studie mit Patienten, die unter schwer heilenden diabetischen Wunden litten, konnte durch die gleichzeitige Anwendung beider Verfahren in einem Großteil der Fälle eine vollständige Abheilung erreicht werden.
Ablauf und Verträglichkeit der Behandlung
Die Behandlung mit dem HILARIS® FL ist unkompliziert und gut in den Praxisalltag integrierbar. Die betroffene Hautstelle wird für einige Minuten mit dem Laserlicht bestrahlt, ohne dass dabei Schmerzen entstehen. Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als angenehm, allenfalls ein leichtes Wärmegefühl wird gelegentlich wahrgenommen. Da es sich um ein nicht-invasives Verfahren ohne nennenswerte Nebenwirkungen handelt, ist die Therapie auch für empfindlichere Patientengruppen gut geeignet.
Die Anzahl der notwendigen Sitzungen richtet sich nach der Schwere und Ausdehnung der Wunde sowie dem individuellen Heilungsverlauf. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle durch die behandelnde Praxis ist dabei wichtig, um den Behandlungsplan bei Bedarf anzupassen und den Fortschritt der Wundheilung genau zu beobachten.
Ein wertvoller Ansatz bei hartnäckigen Wunden
Für Menschen, die seit langer Zeit mit einer schlecht heilenden Wunde zu kämpfen haben, kann die Flächenlasertherapie eine echte Erleichterung bedeuten. Als ergänzendes Verfahren fügt sie sich gut in bestehende Behandlungskonzepte ein und bietet, insbesondere in Kombination mit dem Haemo-Laser®, gute Chancen auf eine spürbare Verbesserung. Wer unter einer chronischen Wunde leidet, sollte sich bei einem erfahrenen Hausarzt in München über diese Behandlungsmöglichkeit informieren und gemeinsam besprechen, ob die Therapie im individuellen Fall sinnvoll erscheint.



