Emsella in den Wechseljahren

Mit den Wechseljahren verändert sich der weibliche Körper auf vielfältige Weise, und nicht jede dieser Veränderungen wird offen angesprochen. Eine der häufigsten, aber selten thematisierten Beschwerden ist die Blasenschwäche. Die EMSELLA®-Therapie bietet hier eine moderne, nicht-invasive Möglichkeit, den Beckenboden gezielt zu stärken und die Beschwerden spürbar zu verbessern.

Warum die Wechseljahre den Beckenboden schwächen

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel im Körper deutlich ab. Dieses Hormon spielt jedoch eine wichtige Rolle für die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes, zu dem auch die Beckenbodenmuskulatur gehört. Sinkt der Östrogenspiegel, verliert das Gewebe im Beckenboden an Stabilität, was die Muskulatur anfälliger für Schwäche macht. Hinzu kommen oft weitere Faktoren wie frühere Schwangerschaften und Geburten, die den Beckenboden bereits über Jahre beansprucht haben.

Diese Kombination führt bei vielen Frauen in den Wechseljahren zu einer Zunahme von Harninkontinenz, insbesondere in Form der Belastungsinkontinenz. Dabei kommt es bei körperlicher Anstrengung wie Husten, Niesen, Lachen oder sportlicher Aktivität zu unwillkürlichem Harnverlust. Auch eine allgemeine Blasenschwäche, bei der der Harndrang plötzlich und stark auftritt, wird in dieser Lebensphase häufiger beobachtet.

Warum viele Frauen das Thema meiden

Blasenschwäche ist noch immer ein Thema, über das viele Frauen ungern sprechen, selbst mit der eigenen Hausärztin oder dem Hausarzt. Die Scham, die mit dem unwillkürlichen Urinverlust verbunden ist, führt oft dazu, dass Betroffene die Beschwerden über Jahre stillschweigend hinnehmen, statt sich Unterstützung zu holen. Dabei ist Blasenschwäche in den Wechseljahren ein weitverbreitetes, gut erforschtes und vor allem gut behandelbares Thema. Der offene Umgang damit in der ärztlichen Praxis kann vielen Betroffenen den ersten Schritt zu einer spürbaren Verbesserung erleichtern.

Wie EMSELLA® bei Beschwerden in den Wechseljahren wirkt

Die EMSELLA®-Therapie nutzt die sogenannte HIFEM-Technologie, also eine hochintensive fokussierte elektromagnetische Stimulation, um die Beckenbodenmuskulatur gezielt zu trainieren. Während einer Sitzung von etwa 28 bis 30 Minuten löst das Gerät tausende supramaximale Muskelkontraktionen aus, die durch bewusstes Training in dieser Intensität nicht erreichbar wären. Die Patientin sitzt dabei vollständig bekleidet auf dem speziellen Stuhl, während die elektromagnetischen Impulse tief in die Beckenbodenmuskulatur eindringen.

Für Frauen in den Wechseljahren ist besonders relevant, dass die Therapie unabhängig vom Hormonspiegel wirkt. Anders als manche andere Behandlungsansätze setzt EMSELLA® direkt an der Muskulatur an, statt den hormonellen Rückgang selbst auszugleichen. Das macht die Methode auch für Frauen interessant, die aus persönlichen oder medizinischen Gründen keine Hormonersatztherapie in Betracht ziehen möchten oder können.

Der typische Behandlungsablauf

Eine Behandlungsserie mit EMSELLA® umfasst in der Regel sechs bis acht Sitzungen, die zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen stattfinden. Vor Beginn der Therapie erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die individuelle Situation besprochen und mögliche Kontraindikationen ausgeschlossen werden. Menschen mit einem Herzschrittmacher oder bestimmten metallischen Implantaten im Behandlungsbereich sollten die Therapie beispielsweise nicht durchführen.

Während der Behandlung selbst berichten viele Patientinnen von einem intensiven, aber nicht schmerzhaften Kribbeln sowie einem deutlichen Anspannungsgefühl im Beckenboden. Die Sitzung kann entspannt im Sitzen verbracht werden, ohne dass danach eine Erholungsphase notwendig ist. Direkt nach der Behandlung können gewohnte Alltagsaktivitäten fortgesetzt werden.

Was die Behandlung bewirken kann

Studien zur EMSELLA®-Therapie zeigen, dass ein großer Teil der behandelten Patientinnen von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität berichtet und weniger Hygieneprodukte benötigt. Die volle Wirkung entfaltet sich dabei meist erst in den Wochen nach Abschluss der Behandlungsserie, da sich die Beckenbodenmuskulatur nach dem intensiven Training weiter regeneriert und kräftigt. Um die erreichten Ergebnisse langfristig zu erhalten, können in größeren zeitlichen Abständen, etwa alle sechs bis zwölf Monate, Auffrischungsbehandlungen sinnvoll sein.

Für wen sich die Therapie besonders eignet

Die EMSELLA®-Behandlung ist für einen Großteil der Frauen in den Wechseljahren geeignet, die unter Belastungsinkontinenz oder allgemeiner Blasenschwäche leiden. Besonders profitieren Frauen, die eine schonende Alternative zu einer Operation suchen, oder deren Beschwerden trotz klassischem Beckenbodentraining nicht ausreichend gebessert werden konnten. Auch als vorbeugende Maßnahme, um die Beckenbodenmuskulatur präventiv zu stärken, kann die Therapie in Betracht gezogen werden.

Wer sich unsicher ist, ob EMSELLA® die passende Behandlungsoption darstellt, sollte dies in einem persönlichen Beratungsgespräch klären lassen. Als Hausarzt in München wird dabei die individuelle gesundheitliche Situation berücksichtigt, um gemeinsam einzuschätzen, ob die Therapie sinnvoll ist oder ob zunächst andere Ursachen der Beschwerden abgeklärt werden sollten.

Ein Schritt zurück zu mehr Lebensqualität

Blasenschwäche in den Wechseljahren muss nicht einfach hingenommen werden. Mit der EMSELLA®-Therapie steht eine wissenschaftlich untersuchte, nicht-invasive Behandlungsmethode zur Verfügung, die vielen betroffenen Frauen spürbar helfen kann. Wer sich für diese Therapieoption interessiert, findet bei einem erfahrenen Facharzt für Allgemeinmedizin in München eine kompetente Anlaufstelle für ein offenes Beratungsgespräch, ohne dass Scham oder Zurückhaltung im Weg stehen müssen. Der erste Schritt zu mehr Lebensqualität beginnt oft mit dem Mut, das Thema einfach anzusprechen.