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Hypoxietraining für Senioren
Treppen werden mühsamer, Spaziergänge kürzer und die Erholung nach Anstrengung dauert länger: Mit zunehmendem Alter lässt die körperliche Leistungsfähigkeit spürbar nach. Ein Grund dafür liegt tief in den Zellen, in den Mitochondrien. Genau dort setzt das MITOVIT®-Hypoxietraining an. Da es im Liegen und ohne körperliche Anstrengung stattfindet, ist es auch für ältere Menschen interessant, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist.
Warum lässt die Leistungsfähigkeit im Alter nach?
Unter anderem, weil die Mitochondrien mit den Jahren weniger werden und weniger effizient arbeiten. Diese winzigen Zellbestandteile wandeln Sauerstoff und Nährstoffe in Energie um und gelten deshalb als Kraftwerke der Zellen. Im Laufe des Lebens sammeln sich in ihnen Schäden an, und der Körper baut beschädigte Mitochondrien langsamer ab als in jungen Jahren. Die Folge ist eine geringere Energieproduktion, die sich besonders in Muskeln, Herz und Gehirn bemerkbar macht, also in Organen mit hohem Energiebedarf.
Hinzu kommen weitere altersbedingte Veränderungen: Die Muskelmasse nimmt ab, die Durchblutung der kleinen Blutgefäße wird schlechter, und die Lunge nimmt Sauerstoff weniger effektiv auf. Bewegungsmangel verstärkt diese Entwicklung zusätzlich, wodurch ein Kreislauf aus nachlassender Kraft und abnehmender Aktivität entstehen kann.
Wie funktioniert das Hypoxietraining?
Über einen gezielten Wechsel von sauerstoffarmer und sauerstoffreicher Luft, der den Körper zu Anpassungsreaktionen anregt. Beim Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training, kurz IHHT, atmet man über eine leichte Atemmaske abwechselnd Luft mit reduziertem Sauerstoffgehalt, vergleichbar mit einem Aufenthalt in großer Höhe, und anschließend Luft mit erhöhtem Sauerstoffgehalt. In den sauerstoffarmen Phasen werden geschädigte Mitochondrien verstärkt abgebaut. In den sauerstoffreichen Phasen wird die Bildung neuer, leistungsfähiger Mitochondrien angeregt. Die zugrunde liegenden Mechanismen der zellulären Sauerstoffwahrnehmung wurden 2019 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.
Mögliche Vorteile für ältere Menschen
Für Seniorinnen und Senioren ist vor allem relevant, dass das Training passiv erfolgt. Daraus ergeben sich mehrere mögliche Vorteile:
- Ein Trainingsreiz für den Zellstoffwechsel ohne Belastung von Gelenken und Muskeln
- Eine mögliche Verbesserung der Ausdauer und Belastbarkeit im Alltag
- Unterstützung der Durchblutung in den kleinen Blutgefäßen
- Eine Option auch bei eingeschränkter Mobilität, etwa durch Arthrose oder nach Operationen
Gerade Menschen, denen klassisches Ausdauertraining schwerfällt, können auf diese Weise einen Reiz setzen, der sonst nur durch körperliche Aktivität erreichbar wäre.
Was die Forschung bisher zeigt
Erste kleinere Studien mit älteren Teilnehmern liefern ermutigende Ergebnisse. Untersucht wurde unter anderem, wie sich das Training bei geriatrischen Patientinnen und Patienten auf die körperliche Belastbarkeit auswirkt, wenn es mit einem Bewegungsprogramm kombiniert wird. Dabei zeigten sich Verbesserungen bei Ausdauer und Leistungsfähigkeit. Auch bei älteren Menschen mit leichten Gedächtnisproblemen gibt es Hinweise auf positive Effekte auf bestimmte geistige Funktionen. Die Zahl der Teilnehmenden in diesen Studien war jedoch begrenzt, und größere Untersuchungen über längere Zeiträume stehen noch aus. Das Training sollte daher als ergänzender Ansatz verstanden werden.
Ablauf einer Trainingsreihe
Eine Sitzung dauert etwa 40 Minuten und findet entspannt im Liegen statt. Bei der ersten Anwendung wird die individuelle Hypoxieschwelle bestimmt, also der Punkt, an dem der Körper auf den verringerten Sauerstoffgehalt zu reagieren beginnt. Während des Trainings werden Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz fortlaufend gemessen. Über die Herzratenvariabilität passt das System die Sauerstoffzufuhr in Echtzeit an, sodass das Training stets im individuell verträglichen Bereich bleibt. Bei älteren Menschen wird die Intensität zu Beginn bewusst niedrig gewählt und erst schrittweise gesteigert.
Empfohlen wird meist eine Serie von zehn bis 15 Sitzungen, verteilt auf zwei bis drei Termine pro Woche. Während der sauerstoffarmen Phasen kann die Atmung etwas tiefer werden. Gelegentlich wird ein leichtes Kribbeln oder ein kurzes Schwindelgefühl wahrgenommen, das sich in der folgenden Phase wieder legt.
Sicherheit und Voraussetzungen
Vor Beginn des Trainings steht eine gründliche Untersuchung. Als Facharzt für Allgemeinmedizin in München werden dabei Vorerkrankungen, Medikamente, Blutdruck und gegebenenfalls ein EKG berücksichtigt. Nicht geeignet ist das Training unter anderem bei akuten Infekten, nach einem kürzlich erlittenen Herzinfarkt, bei schweren, nicht ausreichend behandelten Herz- oder Lungenerkrankungen, bei schlecht eingestelltem Bluthochdruck sowie bei einer ausgeprägten Blutarmut.
Ersetzt das Training die Bewegung im Alltag?
Nein, das Hypoxietraining ist eine Ergänzung, aber kein Ersatz für körperliche Aktivität. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt älteren Menschen neben regelmäßiger Ausdauerbewegung auch Kraft- und Gleichgewichtsübungen, um Muskelmasse zu erhalten und Stürzen vorzubeugen. Das IHHT kann den Einstieg erleichtern, indem es die Belastbarkeit verbessert und Bewegung im Alltag wieder leichter fallen lässt. Am sinnvollsten ist daher eine Kombination aus beidem.
Für wen eignet sich Hypoxietraining im Alter?
Vor allem für ältere Menschen, die unter nachlassender Belastbarkeit, schneller Erschöpfung oder einer verlangsamten Erholung leiden und eine schonende Ergänzung zu Bewegung und medizinischer Behandlung suchen. Besonders interessant ist das Verfahren bei eingeschränkter Mobilität, wenn klassisches Ausdauertraining kaum möglich ist. Ein Hausarzt in München kann die gesundheitlichen Voraussetzungen prüfen und gemeinsam mit der betroffenen Person entscheiden, ob und in welcher Form das Training sinnvoll in den Alltag integriert werden kann.



